Landesvorstand tagte
am 10. Mai 2001 in Hundisburg
Herr Hlawatsch informierte als Gast und Sprecher des
Aktionsbündnisses über den Stand der Diskussionen
zur Strukturreform. Da die Satzung des diskutierten LHO-§26-Betriebes
noch nicht vorlag, ist eine gemeinsame Stellungnahme
bisher nicht möglich. Ziel sollte die eigenständige
Personal- und Finanzentscheidungsgewalt der Forstverwaltung sein.
Der BDF befürchtet, dass die Einheitsforstverwaltung in Frage
gestellt wird, weil die Forstamtsleiter dann Diener zweier Herren
werden (hoheitlich durch Landesverwaltungsamt und wirtschaftlich durch
den Leiter des LHO-Betriebes). Für die Revierleiter muss
ein fest umrissenes Hoheitsterritorium festgeschrieben bleiben.
Die Forderung nach Sozialverträglichkeit darf nicht
aufgegeben werden.
In den Controllingbereichen und Forstämtern liegen die
Strukturvorstellungen vor. Die Bediensteten sollten sich zu
den Vorstellungen äußern und Änderungswünsche
begründen. Die teilweise vorgeschlagenen extrem großen
Forstämter kann der BDF nicht gutheißen. Unter Einbeziehung
der FLA, RP, HPR und BDF sollten bereits jetzt Personalentscheidungen
vorbereitet werden, um eine unklare Bewerbungs- und
Stellenbesetzungsrunde zu vermeiden.
Der BDF tagte mit dem Hauptpersosnalrat. Der BDF bekennt sich zu 4,3 Ak
Waldarbeiter/Tha Landeswald. Er sieht die FLG und
Qualifizierungsgesellschaft als praktikablen Weg des Personalabbaus,
bemüht sich aber, den Zeithorizont bei Beachtung der
Sozialverträglichkeit zu strecken.
Die Auswertung der gemeinsamen Veranstaltung mit dem Forstverein
zu geografischen Informationssystemen brachte eine große
Resonanz und die Forderung, den Förster-PC baldmöglichst
einzuführen, weil eine hohe Erwartungshaltung geweckt wurde.
Über die Absicht des MRLU, die Zertifizierung nach FSC und
PEFC vorzunehmen, wurde informiert, allerdings warnten die
Praktiker vor den übertrieben strengen Vorgaben des FSC
wie 10 % Flächenstillegung, Kahlschlagsverbot über
0,3 ha, keine Bodenbearbeitung und keinen Chemieeinsatz.
BDF Landesvorstand
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