Verkauf von Landeswald in
Sachsen-Anhalt
Gegen den Verkauf von Landeswald in Sachsen-Anhalt hat sich im
Oktober 2002 ein Aktionsbündnis gebildet.
Der BDF ist Mitinitiator neben dem Bund für Umwelt und Naturschutz,
dem Harzklub, der IG BAU, dem Landesforstverein, dem Landesjagdverband,
dem Naturschutzbund Deutschland, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
und dem Landesanglervereins.
Einheitliche Positionen des Aktionsbündnisses sind unter anderem:
- Eine Verkleinerung der öffentlichen Waldfläche führt
zur Reduktion der Gemeinwohlleistung.
- Mit dem Verkauf von Waldfläche wird dem neu gegründeten
Landesforstbetrieb die Produktionsgrundlage entzogen.
- Bei den gegenwärtig zu erzielenden Preisen verliert das
Land 6.000 bis 8.000 Euro je Hektar.
- Das Argument der Landesregierung, 7.300 ha Naturschutzflächen
von der BVVG übertragen zu bekommen, ist einseitig. Diese
Flächen erfüllen vordergründig Schutzfunktion.
- Mit dem Verkauf von Wald ist der Verlust von Arbeitsplätzen
im ländlichen Raum verbunden.
Am 28.2.2003 fand eine Anhörung des Aktionsbündnisses im
Landtag statt, bei der die Fraktionen vertreten waren. Die CDU-Fraktion
informierte darüber, dass 3 Einnahmetitel für den Verkauf im
Haushaltsplan eingestellt werden sollen.
Die größte Position beinhaltet den Verkauf von kompakten Waldgebieten
in Höhe von 10 Mio. Euro. Diese finanziellen Vorgaben haben
verbindlichen Charakter und sind unabhängig von den zu
erzielenden Hektarerlösen zu erbringen.
Desweiteren fand am 31. Januar eine Zusammenkunft des
Aktionsbündnisses mit Ministerin Petra Wernicke statt. Hierbei
wurde von ihr der Konsolidierungskurs des Haushalts verteidigt und
die Waldverkäufe als notwendig erachtet.
Der BDF in Sachsen-Anhalt sieht die Entwicklung mit großer Sorge,
da bei der desolaten Haushaltslage die Gefahr besteht, die
Landeswaldfläche über weitere Verkäufe zu reduzieren.
Die Verabschiedung des Haushaltes im Landtag am 6. Februar 2003
war Anlass für eine Protestkundgebung vor dem Landtagsgebäude
in Magdeburg durch die Mitglieder des Aktionsbündnisses.
Landesvorstand
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