BUND DEUTSCHER FORSTLEUTE

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Landesverband
Sachsen-Anhalt

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"Garitzer Erklärung"
des Bundes Deutscher Forstleute
- Landesverband Sachsen-Anhalt -

Anlässlich der Veranstaltung zum 10-jährigen Bestehen und der Landesdelegierten-versammlung des Bundes Deutscher Forstleute Sachsen-Anhalt (BDF Sachsen-Anhalt)
am 17. Juni 2000 in Garitz.

BDF Sachsen-Anhalt für konstruktive Teilnahme an der Forststrukturreform

Nach wie vor ist der BDF Sachsen-Anhalt Willens und bereit, sich konstruktiv an der Erarbeitung eines Entscheidungsvorschlags zu beteiligen. Der BDF Sachsen-Anhalt unterstützt dabei das Herangehen der Landesforstverwaltung auf der Grundlage eines Zielsystems, die Diskussion zwar zielorientiert, aber auch ergebnisoffen unter breiter Beteiligung der Beschäftigten zu führen.
Der BDF Sachsen-Anhalt versteht sich in diesem Prozeß ausdrücklich nicht als Teil eines demokratischen Feigenblatts zur Absegnung vorgefertigter Entscheidungen.

BDF Sachsen-Anhalt für die Beibehaltung des Gesetzesauftrages für den Staatswald
Im Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalt ist der Auftrag enthalten, dass der Staatswald dem Allgemeinwohl im besonderen Maße zu dienen hat und als Gesamtressource nach ökologischen Erfordernissen zu bewirtschaften ist. Im Rahmen dieser Zielsetzung ist der Staatswald nach wirtschaftlichen Grundsätzen zu bewirtschaften.
Der BDF Sachsen-Anhalt tritt allen Bestrebungen entgegen, die einseitig nur betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes in den Mittelpunkt stellen und damit das Gemeinwohlprinzip gefährden.
BDF Sachsen Anhalt für die Einheitsforstverwaltung
Das Einheitsforstamt hat sich in Sachsen-Anhalt als bürgernahe Forstbehörde und Ansprechpartner für alle Wald und Forstwirtschaft betreffende Fragen bewährt und besitzt hohe Akzeptanz.
Erfahrungen aus eigenem forstwirtschaftlichen Handeln und genaue Kenntnis der regionale Verhältnisse bewirken eine fachkundige Beratung und Betreuung und führen zu fachlich fundierten Verwaltungsentscheidungen. Andererseits führen Kennisse aus forsthoheitlichen Handeln zu positiven Effekten in der Beratung und Betreuung sowie auch in der eigenen forstbetrieblichen Tätigkeit.
Der Verzicht auf diese Synergieeffekte durch die Trennung von Forstbetrieb und Forsthoheit führt auch in der Mittelinstanz zu Akzeptanzverlusten und sinkendem Einfluß der Landesforstverwaltung insgesamt bei der Durchsetzung aller den Wald und die Forstwirtschaft betreffenden Belange.
BDF Sachsen-Anhalt fordert Einstellung junger Forstleute in die Landesforstverwaltung
Der seit mehreren Jahren bestehende Einstellungsstop bedeutet nicht nur mangelnde Perspektive für junge, gut ausgebildete Forstleute, sondern auch zunehmende Perspektivlosigkeit der Landesforstverwaltung selbst.
Für die vor der Landesforstverwaltung stehenden Aufgaben brauchen wir junge engagierte und kreative Forstleute in gesunder Mischung mit der Berufserfahrung gestandener Kollegen.

E-mail: webmaster@bdf-lsa.de Letzte Aktualisierung: 2001-03-06
BDF-GS Sachsen-Anhalt