Zum Jahreswechsel
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
zum bevorstehenden Weihnachtsfest und dem folgenden
Jahreswechsel wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit und
vor allen Dingen friedliche Tage im Kreise Ihrer Familien.
Am 1. Januar habe ich die Nachfolge von Thomas Roßbach
angetreten und die Leitung unseres Berufsverbandes
übernommen. Das vergangene Jahr war von zahlreichen
Veränderungen geprägt. Die Bildung des LHO-Betriebes,
die Strukturreform und die personellen Veränderungen sind
die bestimmenden Themen gewesen.
Im Rahmen des Aktionsbündnisses war der BDF neben dem
Forstverein, der Arbeitsgemeinschaft forstlicher Lohnunternehmer,
dem Waldbesitzerverband und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
darum bemüht, die Diskussion um die bevorstehenden
Veränderungen an Sachfragen festzumachen.
Eine Rechtsformänderung hin zu einem LHO-Betrieb ist
entschieden. Wir werden die Entwicklung in diesem Bereich
weiterhin kritisch konstruktiv begleiten.
Die Strukturreform auf Ortsebene ist durch die Festlegung
der neuen Forstämter in diesem Bereich abgeschlossen. Der
BDF hat sich im Gebiet des RP Dessau und des Harzes mit seiner
Forderung nach der Bildung von insgesamt 2 zusätzlichen
Forstämtern durchsetzen können. Für das
nächste Jahr steht eine Veränderung der
Revierzuschnitte an. Auch hier wird die Mitwirkung des BDF
erfolgen, um ausgeglichene Verhältnisse in den Regionen zu
schaffen.
Unsere Verbandsarbeit war in diesem Jahr durch die
personellen Einschnitte im Bereich der Waldarbeiter oftmals
überlagert. Der BDF hat für sozialverträgliche
Lösungen plädiert und sich hierfür eingesetzt. Vor
diesem Hintergrund der sozialen Härten gerieten allerdings
andere forstpolitische Themen häufig in den Hintergrund.
Die Auflösung der Forstlichen Landesanstalt als
eigenständige Stabsstelle und ihre Eingliederung in die
Naturschutzverwaltung konnte zunächst abgewendet werden.
Allerdings stehen in diesem Bereich endgültige
Entscheidungen noch aus. Wir werden bei der Erhaltung forstlicher
Kernaufgaben wachsam bleiben und darauf achten, dass unsere
Identität nicht verloren geht. Gerade in Zeiten einer
angespannten Haushaltslage und einer zunehmenden Bedeutung
umweltpolitischer Ziele dürfen die Leistungen der
Forstwirtschaft nicht anderen Institutionen überlassen
werden.
Zahlreiche Stellungnahmen des Berufsverbandes sind abgegeben
worden, beispielsweise zu der Ausweisung und den notwendigen
Pflegeplänen der FFH-Gebiete. Es bleibt zu hoffen, dass
für die Bearbeitung dieser Fragestellungen das vorhandene
forstliche Know-how auf der Fläche genutzt wird. Der
Berufsverband wird sich weiterhin für eine Beibehaltung der
Kompetenzen in der Forstverwaltung einsetzen.
Ich wünsche mir und uns für das kommende Jahr eine
rege Unterstützung und die Mitarbeit der BDF-Ortsgruppen,
damit wir die bevorstehenden Veränderungen meistern
können. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.
Helmut Haferland - Landesvorsitzender |