Forststruktur und Landesbetrieb
Gespräch im MRLU
Der Landesvorsitzende sowie 3 Vertreter der Landesleitung konnten
am 09. 11. 01 kurzfristig einen Termin beim Abteilungsleiter,
Herrn Wenzel, und Herrn Dr. Reinhardt im MRLU zu aktuellen
Problemen wahrnehmen.
Zu Gesprächsbeginn wurde durch Kollegen Haferland
nochmals die Position des BDF zum LHO-Betrieb dargelegt: Der BDF
war immer Gegner des LHO-Betriebes, dieses wurde auch zu jeder
Zeit im Aktionsbündnis vertreten.
Der BDF wird sich nach dem nunmehr vorliegenden
Kabinettsbeschluss jedoch nicht mehr gegen den Betrieb stellen.
Dieser den LHO-Betrieb bestätigende Kabinettsbeschluss
liegt dem MRLU seit 06. 11. 01 vor, so Wenzel. Der Betrieb wird
ab 01. 01. 2002 existieren und seinen Sitz in Wanzleben haben.
Der Betriebssitz in Wanzleben wird damit begründet, dass er
eine zentrale Lage in Sachsen-Anhalt hat und verkehrstechnisch
per Auto gut erreichbar ist.
Der BDF fordert eine Personalpolitik, die nach allen Seiten
offen ist. Wie werden nun die Stellen im Landesbetrieb in
Wanzleben sowie in den Regierungspräsidien und die
Forstamtsstellen besetzt? Da die Struktur auf der Ortsebene,
sprich die Forstämter, laut Kabinettsbeschluss erst ab 01.
04. 2002 vollzogen werden soll, wird erst die Betriebsleitung in
Wanzleben (Chef und Dezernatsleiter) besetzt und dann die
Besetzung der 3 Regierungspräsidien und 24 Forstämter
vorgenommen.
Von Wenzel wird eine kommissarische Besetzung von Stellen
abgelehnt. Die Personalauswahl soll so erfolgen, dass durch die
Bediensteten Wünsche geäußert werden können
und anschließend werden persönliche Gespräche
durch die Abteilungen 1 und 4 des MRLU, in Zusammenarbeit mit
einem sogenannten externen "Assessment-Center" (AC) geführt.
Auf die Frage, ob jährlich "Neuzugänge" von
Bediensteten des gehobenen und höheren Dienstes zugesichert
werden können, gab Wenzel die Antwort, dass dies im
Landesbetrieb angestrebt und als wichtig erachtet wird.
Abhängig wird dies jedoch von den erwirtschafteten Mitteln
sein, die einen Einstellungskorridor erst ermöglichen
können.
Für den Landesbetrieb wurde eine Rücklagenbildung mit
dem Finanzministerium abgesprochen und zugesichert. Auch wird ein
mittelfristiger Finanzplan mit dem Finanzministerium angestrebt
sowie Investitionsbedarf angemahnt. Abschließend betonte
Kollege Haferland die Bereitschaft des BDF, konstruktiv den
Prozess im Interesse seiner Mitglieder weiterhin zu begleiten.
BDF-Landesvorstand |